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animation:erste_schritte

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animation:erste_schritte [2015/05/30 21:10]
freek
animation:erste_schritte [2016/05/11 10:47] (current)
freek
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 +====== Animation Workbench - Erste Schritte ​ ======
 +
 +Für eine Animation braucht man zunächst animierbare Objekte, das sind ganz gewöhnliche FreeCAD-Objekte,​
 +bei denen man das Placement ändern kann, also Standard Parts, Bool'​sche Verbindungen von Objekten.
 +
 +Objekte aus PartDesign sind nur indirekt ansprechbar. Hier ist das animierbare Objekt immer die Basis-Skizze.
 +
 +===Vorgehensweise===
 + 
 +  - Zu animierende Objekte bereitstellen
 +  - Animationswerkzeuge bereitstellen
 +  - Animationswerkzeuge konfigurieren
 +  - Animation starten
 +  - Animatiosnergebnis nachbearbeiten
 +
 +=== Animationswerkzeuge bereitstellen und konfigurieren===
 +
 +Zunächst braucht man ein Objekt, welches die Animation durchführt. Das ist der Manager. ​
 +Man erzeugt es über die Symbolleiste oder aus dem Menü im aktiven Dokument. Der Erste Manager heißt My_Manager.
 +Es ist möglich, auch mehrere Manager zu haben. Das braucht man, 
 +wenn man für sein Werkstück verschiedene Abläufe animieren möchte und alle Animationen zusammen mit dem Bauteil
 +in einer Datei speichern möchte.
 + 
 +Der Manager hat zwei wichtige Parameter: Die Nummer des ersten Frames, bei dem er seine Arbeit beginnt. ​
 +Und die Anzahl der Frames, die er animiert. ​
 +Jedes Frame ist eine einzeln berechnete Ansicht. Viele Frames können als Bilder exportiert und dann zu einem Film zusammengesetzt werden.
 +
 +Standartmäßig berechnet der Manager 10 Frames. Das  geht bei einfachen Animationen so schnell, ​
 +dass man eigentlich gar keine Bewegung sehen kann. Im Nu ist die Endposition erreicht.
 +
 +Deshalb gibt es einen Entschleuniger,​ das Tranquillizer Objekt. Man erzeugt ein solches Objekt z.B. über das Schneckensymbol.
 +Damit der Entschleuniger wirken kann, muss er in der Baum-Ansicht in den Manager hinein gezogen werden können.
 +
 +Der Manager verarbeitet nur diejenigen Objekten, die zu ihm gehören. ​
 +
 +Der Tranquillizer hat einen wichtigen Parameter - seine Ruhezeit. Stellt man time auf 1, gönnt sich der Manager bei jedem Frame eine Sekunde Pause.
 +Auch wennn jetzt noch nichts animiert wird, kann man die Schritte im Ausgabefenster verfolgen.
 +
 +Auf diese Weise kann man also eine Zeitlupenanimation bekommen. Der vorgeschlagene Wert ist 0,02 Sekunden. Das wären 50 Frames pro Sekunde, ​
 +wenn die Berechnung eines Frames weniger als eine Hundertstel Sekunde dauert.
 +
 +Der Rotator dient zum Drehen eines Objektes. Damit er arbeitet, muss er wieder in den Manager gezogen werden. obj2 ist das zu rotierende Objekt.
 +Bei start stellt man den Frame ein, bei dem die Rotation beginnen soll und duration ist die Gesamtlaufzeit in Frames, bei dem der Drehwinkel angle
 +einmal komplett abgearbeitet wird.
 +
 +Normalerweise wird die Startzeit für den Rotierer nach der Startzeit des Managers liegen und die Endzeit ebenfalls vor dem Ende der Arbeit
 +des Managers, so dass die Drehung vollständig ausgeführt wird. 
 +
 +In der einfachsten Version erfolgt eine volle 360 Grad Drehung um die z-Achse. ​
 +Relative Drehungen braucht man erst bei zusammengesetzten Bewegungen: Ein rollendes Rad bewegt sich linear vorwärts ​
 +und dreht sich um seine Körperachse. Wie das geht, wird später woanders beschrieben.
 +
 +Stellt man den Manager auf 250 Frames und den Rotator start auf 25 und die Laufzeit auf 200, hat man bereits eine kleine Animation.
 +
 +===Animation starten===
 +
 +Man kann den/einen Manager auswählen und mit dem Marionetten Symbol starten.
 +
 +Man kann aber auch durch einen Doppelklick auf den Manager den Start Dialog öffnen. ​
 +Das hat den Vorteil, das eine laufende Animation mit der Stop Taste abgebrochen werden kann, wenn man merkt, dass irgend etwas unerwartet läuft.
 +
 +Animationen laufen normalerweise als Transaktionen, ​
 +so dass mit Bearbeiten Rückgängig alle Objekte wieder auf die Ausgangsposition gesetzt werden können.
 +
 +
 +===Animationsergebnis nachbearbeiten=== ​
 +
 +Um aus der Animation einen Film zu machen braucht man den Photographen. Die Parametergruppe Output regelt die Erzeugung der Frame-Bilder.
 +fn ist der Anfang der Namen der Bilddateien. Das Verzeichnis für die Bilddateien muss vorhanden und für den FreeCAD Nutzer beschreibbar sein.
 +Wenn man camDirection auf View einstellt, wird die aktuelle Sicht für die Bilder verwendet. ​
 +Bei den anderen Sichten zeigt die Kamera genau auf den Koordinatenursprung und camHeight regelt den Zoom.
 +
 +Die erzeugten Bilder kann man nach Ablauf der Animation zu einem Film zusammensetzen. ​
 +Auf Ubuntu funktioniert mit der Grundeinstellung zum Beispiel folgendes Kommando als Makro, welches die Bilder zusammensetzt und den Videobetrachter startet.
 +
 +<​code>​
 +os.system("​
 +         rm -f /​tmp/​animation.mp4;​
 +         ​avconv -f image2 \
 +             -i /​tmp/​animation/​t%4d.png \
 +             ​-vcodec libx264 /​tmp/​animation.mp4 \
 +             ​2>/​tmp/​log.2 1>/​tmp/​log.1;​
 +         totem /​tmp/​animation.mp4 &
 +")
 +</​code>​
 +
 +
 +Möchte man Animationselemente deaktivieren,​ reicht es, sie im Objektbaum auszublenden. ​
 +So kann man mehrere Komponenten Rotator, Mover einzeln nacheinander testen.
 +
 +Zweiter Schritt: [[animation:​Placer|Verschieben und Drehen]]
 +
 +
 +
  
animation/erste_schritte.txt · Last modified: 2016/05/11 10:47 by freek